Tortuga

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Tortuga / Schildkröten

An den Stränden der Dominikanischen Republik nisten vier Arten von großen Meeresschildkröten, dazu gehören:

  • Echte Karettschildkröte oder Hawksbillschildkröte (Eretmochelys imbricata) - Die Bezeichnung "Karettschildkröte" kommt vom spanischen carey, was wie der englische Name Hawksbill sea turtle auf die Ähnlichkeit des Kopfes mit dem eines Greifvogels anspielt. Die Karibische oder Atlantische Karettschildkröte frisst vor allem Weichtiere und Korallenpolypen. Meeresalgen ergänzen den Speiseplan. Man schätzt, dass Echte Karettschildkröten 30 bis 40 Jahre alt werden können. Aufgrund ihres Fleisches, ihrer Eier und besonders wegen des Schildpatts wurden die Echten Karettschildkröten intensiv bejagt. Durch den extrem hohen Wert der Panzer wird der Schutz der Tiere massiv erschwert.
  • Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) - st die größte lebende Schildkröte und wird meistens als einzige Angehörige der gleichnamigen Familie (Dermochelyidae) angesehen. Die Tiere erreichen eine Panzerlänge von bis zu 2,5 Metern und ein Gewicht von beinahe 700 Kilogramm. Die Lederschildkröte ist ein ausgezeichneter Taucher. Sie erreicht Tiefen von bis zu 1200 Meter. Die Hauptnahrung der Lederschildkröte sind Quallen von den das Tier zwischen 10 und 100 kg pro Tag braucht. Wie die echten Meeresschildkröten sind die Lederschildkröten in ihrem Bestand gefährdet. Gründe dafür sind die Jagd und die Entnahme von Eiern aus den Nestern zum Verzehr. Eine wesentlich größere Gefahr stellt für Lederschildkröten die Fischerei und der im Meer treibende Müll dar. Die Lederschildkröten verfangen sich in Netzen und langen Leinen und ersticken aufgrund Luftmangels unter Wasser
  • Unechte Karettschildkröte (Caretta Caretta) - ist eine Vertreterin der Meeresschildkröten und wahrscheinlich die bekannteste und die häufigste dieser Gruppe. Die Nahrung der Tiere besteht vor allem aus Krebsen, Kopffüßern, Quallen, Seeigeln und anderen Tieren, aber sie fressen auch Seegras. Aufgrund ihres Fleisches, ihrer Eier, ihres Fettes (für Kosmetika oder als potentielles Heilmittel) und des Schildpatts wurden die Unechten Karettschildkröten intensiv bejagt
  • Suppenschildkröte (Chelonia mydas) - in Anlehnung an die im englischen Sprachraum übliche Bezeichnung "green turtle" wird diese Schildkröte auch als Grüne Meeresschildkröte bezeichnet. Den Namen "Suppenschildkröte" trägt sie wegen ihrer Verwendung als Zutat für Schildkrötensuppe. Die Schildkröte wird 40 bis 50 Jahre alt und erreicht die Geschlechtsreife mit 10 bis 15 Jahren. Sie leben mit Ausnahme der Paarungszeit meist als Einzelgänger. Suppenschildkröten wurden wegen ihres Fleisches lange Zeit gejagt, auch ihre Eier waren begehrt. Die Jagd auf sie nahm solche Ausmaße an, dass sie auszusterben drohte.
    Seit 1988 steht sie unter internationalem Schutz.

Alle vier Arten werden von der Internationalen Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (ICUN) als gefährdet aufgeführt. In der Tat sind sowohl die Karettschildkröte und die Lederschildkröte vom Aussterben bedroht, weshalb sie zu den am meisten bedrohten Tierarten auf der Erde gezählt werden. Diese Tatsache macht die Möglichkeit, diese Tiere im Rahmen des Schutzprojektes auf der Insel Saona beobachten zu können noch wertvoller.

ein weitere Land / Wassertier ist .....

Das Amerikanische Krokodil (Crocodylus acutus) - Das Amerikanische oder auch Spitzkrokodil kommt im tropischen Amerika vor. Ursprünglich wurde auch die Karibik weitflächig besiedelt, heut kommt das Spitzkrokodil nur noch in kleiner Stückzahl auf Kuba, in der Dominikanischen Republik, auf Haiti sowie auf Jamaika vor. Die einzige Population der Insel ist auf die Gegend des Lago Enriquillo beschränkt. Das Spitzkrokodil gesetzlich geschützt. 

 Von den 166 im Land verzeichneten Reptilien sind 147 endemisch.

Wasser & Meeressäugtiere

Es wurde festgestellt, dass nicht weniger als 13 Arten von Walen und Delfinen in den Gewässern Hispaniola auftreten. Zu den bekanntesten unter ihnen gehören:

  • Buckelwal (Megaptera novaeangliae) - Buckelwale zählen zu den treuesten Besuchern der Bucht von Samana. Diese riesigen Meeressaeuger, die hier ins Land kommen, haben sich die warmen Gewässer für die Paarung ausgesucht. Gleichzeitig bringen die Walkühe hier ihre Kälber zur Welt. In der Dominikanischen Republik sind die Buckelwale die Touristenattraktion schlechthin, man sollte allerdings darauf achten, dass bei einer Bootstour zu den Tieren, diese nicht belästigt werden.
  • Großer Tümmler (Tursiops truncatus) - Der Große Tümmler ist grau gefärbt und hat einen helleren Bauch. Er kann zwischen 1,9 und 4 Meter lang werden. Charakteristisch ist die kurze Schnauze, die diesem Delfin wegen ihrer Form seinen englischen Namen Bottlenose Dolphin (Bottlenose = Flaschennase) verliehen hat. Er hält sich oft nahe den Küsten auf und gelangt dabei auch in flache Buchten und Lagunen.

Eine Besonderheit unter den Meeressäugern ist die Seekuh (Trichechus manatus) - In der Dominikanischen Republik, wo es nur noch sehr wenige dieser Tiere gibt, nennt man die Seekuh vor allem Karibik- oder Nagel-Manati oder auch Sirena. Er lebt im flachen Küstenwasser und dringt oft in die Flüsse vor. Seekühe sind auf Hispaniola schon sehr selten geworden und wurden noch in der Nähe von Punta Cana, im Nationalpark "Parque Nacional Del Este" gesichtet. Obwohl der Karibik-Manati keine natürlichen Feinde hat, wurde sein Lebensraum durch menschliche Einflüsse eingeschränkt. Die IUCN führt den Karibik-Manati seit 1982 als gefährdet.

Früher ist auch die Karibik-Mönchsrobbe entlang der Küste Hispaniola aufgetreten. Das Spezies Monachus tropicalis ist aber wahrscheinlich kurz nach 1952 ausgestorben.